OM5 Glasfaser
Ist ein Netzwerk-Upgrade auf 100 Gbit/s komplext? Mit OM5 Glasfaser vereinfachen Sie den Umstieg deutlich. Vier parallele Signale laufen über ein einziges Faserpaar. Sie ersetzen damit aufwendige MPO-Strukturen. Die Patchkabel sind gebrauchsfertig und lassen sich direkt in Ihre bestehende Hardware stecken. Weiterlesen
Wie OM5 die Ökonomie von Glasfaser verändert
Mit OM5 Multimode-Glasfaser ändern Sie die Kostenlogik klassischer 100G-Netze. Bisher setzen viele Installationen auf 100GBASE-SR4 mit paralleler Optik über MPO-12. Pro Verbindung nutzen Sie acht aktive Fasern, vier weitere bleiben ungenutzt. Für Sie bedeutet das: MPO-Trunks, zusätzliche Breakout-Kassetten und ein schneller Verbrauch wertvoller Fasern.
Mit 100G-SWDM4 über OM5 werden vier 25-Gbit/s-Signale seriell über unterschiedliche Wellenlängen (850, 880, 910 und 940 nm) auf nur zwei Fasern übertragen. Ein einziges LC-Duplex-Patchkabel reicht aus. Sie verzichten auf MPO-Stecker, sparen Breakout-Kassetten und senken die Kosten pro Port. Der entscheidende Vorteil: Ihre vorhandene Duplex-Verkabelung bleibt nutzbar. Für den Schritt zu 100 Gbit/s tauschen Sie nur die Transceiver, nicht die komplette Infrastruktur.
Durch die lime-grüne Mantelfarbe nach IEC 60304 erkennen Ihre Techniker in Rechenzentren mit tausenden Glasfaserverbindungen sofort: Dieses Kabel ist SWDM-fähig. Das reduziert Fehlgriffe und schützt Sie vor kostspieligen Patchfehlern in gemischten OM3-, OM4- und OM5-Umgebungen.
Der Unterschied zwischen LC, SC und ST Konnektoren
LC-Duplex ist heute der Standard für moderne Netzwerke. Der Stecker passt zu SFP-basierten Transceivern und ermöglicht hohe Portdichten. In einem 1HE-Panel bringen Sie bis zu 96 Ports unter. Gerade in Edge-Standorten mit begrenztem Platz verschafft Ihnen das Flexibilität.
SC-Duplex wählen Sie, wenn Robustheit wichtiger ist als Dichte. Der größere Push-Pull-Stecker hält mechanische Belastung zuverlässig aus und bleibt in vielen Fibre-Channel-SANs im Einsatz. Bedenken Sie jedoch den Platzbedarf. Weniger Ports pro Höheneinheit bedeuten mehr Racks, mehr Kühlung und höhere Betriebskosten.
ST-Steckverbinder finden Sie vor allem in bestehenden Industrie-Installationen. Die Bajonettverriegelung hält auch bei Vibrationen sicher. Setzen Sie ST ein, wenn Sie vorhandene Strecken moderat auf 10 oder 25 Gbit/s erweitern müssen und auf SWDM verzichten können.
Bauen Sie End-to-End-Glasfaser-Lösungen
Eine zukunftsfähige Infrastruktur endet nicht beim Patchkabel. Für Campus- oder Gebäudeanbindungen verwenden Sie Singlemode-Glasfaserkabel, die große Distanzen ohne Verstärkung überbrücken. Innerhalb Ihres Rechenzentrums ergänzen Sie Ihr Netzwerk mit Glasfaser-Accessoires:
- Media Converter für Übergänge von Kupfer auf Glasfaser
- SFP-Mini-GBIC-Module für flexible Reichweiten
- Spleißkassetten mit definiertem Biegeradius
- Patchpanels als zentrale Verteilerpunkte
- Glasfaser-Kupplungen für Reparaturen oder Adapterlösungen
Für stabile Ergebnisse investieren Sie in professionelles Glasfaser-Werkzeuge:
- Präzise Abisolierer
- Aramid-Scheren
- Glasfasertester für normgerechte Messungen
- Fusionsspleißgeräte mit minimalem Dämpfungsverlust
- Ferrule Reiniger,Isopropyl Tücher und Reinigungsstäbchen
Experten-Tipp: Vermeiden Sie kostspielige Deployment-FehlerFehler 1: Sie erwarten Leistungsgewinne ohne passende Optiken OM5 mit klassischen 10GBASE-SR-Transceivern verhält sich wie OM3. Erst SWDM-fähige Module auf beiden Seiten liefern den Mehrwert. Dokumentieren Sie, wo Sie OM5 verlegen, um später gezielt upgraden zu können.
Fehler 2: Sie mischen unterschiedliche Patchkabel-Qualitäten Jede Verbindung zählt ins Link-Budget. Ein günstiger Jumper mit hoher Dämpfung kann eine ansonsten saubere Strecke ausbremsen. Setzen Sie durchgängig auf hohe Qualität, sonst riskieren Sie sporadische Ausfälle bei Temperatur- oder Lastspitzen.
Fehler 3: Sie sparen an der Dokumentation Ohne aktuelle Pläne wird die Fehlersuche zum Zeitfresser. Halten Sie Kabelwege, Panels, Steckertypen und Installationsdaten fest. Beschriften Sie beide Enden sofort und aktualisieren Sie Ihr DCIM-System. Die investierten Minuten zahlen sich spätestens bei der ersten Störung aus. |




























































