Rechenzentrum planen: Komplettlösungen für eine professionelle IT-Infrastruktur
Ein Rechenzentrum zu planen bedeutet mehr als Server in Schränke zu stellen. Thermische Belastung, Luftzirkulation und mechanische Stabilität müssen ineinandergreifen. Unsere Datacenter-Komplettlösungen liefern Ihnen ein durchdachtes Gesamtsystem, das jeden Raum in eine leistungsfähige IT-Umgebung verwandelt. Weiterlesen
Warum ein durchdachtes Rechenzentrum Geld spart
Die meisten Unternehmen starten mit Einzelschränken. Das funktioniert bei fünf Servern. Bei zwanzig wird es problematisch. Die Klimaanlage läuft ständig auf Höchstleistung, weil warme und kalte Luft sich vermischen. Server überhitzen trotz kühlem Raum. Der Stromverbrauch steigt, die Lebensdauer der Hardware sinkt.
Ein professionell geplantes Rechenzentrum funktioniert anders. Das Kaltgang-Warmgang-Prinzip (Hot Aisle / Cold Aisle) trennt Luftströme physisch: Schrankreihen stehen sich mit den Fronten gegenüber. Zwischen ihnen liegt der Kaltgang, durch den kühle Luft einströmt. Die Server ziehen diese Luft durch perforierte Türen, erwärmen sie und blasen sie nach hinten aus. Dort sammelt sich die Wärme im Warmgang zwischen den Rückseiten und wird abgeführt.
Diese Trennung reduziert Kühlkosten messbar um 35 bis 45 Prozent. Nicht durch bessere Technik, sondern durch intelligente Anordnung. Die Klimaanlage kühlt nur den Kaltgang, nicht den gesamten Raum. Das spart Energie und erhöht die Kühlleistung dort, wo sie gebraucht wird.
Modulare Bauweise: Flexibilität statt starrer Planung
Der zweite Vorteil liegt in der Skalierbarkeit. Einzelschränke sind Inseln. Jeder steht für sich, hat eigene Seitenwände und Böden. Wenn Sie wachsen, kaufen Sie weitere Inseln. Doch irgendwann passt die Raumaufteilung nicht mehr, Luftwege funktionieren nicht, und Sie müssen komplett umbauen.
Bei Reihenmontage fügen Sie neue 19-Zoll Schränke nahtlos ein. Die Schränke haben keine Seitenwände und stehen dicht gekoppelt aneinander. Kupplungselemente verbinden sie zu einer stabilen, durchgehenden Einheit. Die gekoppelten Schränke bilden ein selbsttragendes System mit vielen Auflagepunkten. Das ist Stabilität, auf die Sie sich bei schweren Storage-Arrays verlassen können.
Wichtig: Sie brauchen keine Zwischenräume. Schrank an Schrank bedeutet maximale Raumausnutzung. Beim Erweitern schieben Sie einfach weitere Einheiten in die Reihe und justieren die Abschluss-Seitenwände neu. Fertig.
Die Komponenten einer Komplettlösung
Das Herzstück bilden 19-Zoll-Serverschränke in 42HE oder 48HE. Diese Schränke tragen bis zu 1500 kg und nehmen moderne Blade-Server, Storage-Systeme oder klassische Rack-Server auf. Perforierte Türen vorne und hinten gewährleisten optimalen Luftdurchsatz. Dazu kommt das Zubehör, das aus Schränken ein System macht:
- Dachelemente schließen die Oberseite ab und verhindern, dass warme Luft nach oben entweicht.
- Schiebetüren sichern den Zugang zu Warm- oder Kaltgängen
- Bodendichtungen mit Bürsten verschließen den Spalt zum Boden
- Kabelrinnen trennen Strom von Netzwerk und verhindern elektromagnetische Störungen
- Platzhalter-Paneele schaffen symmetrische Reihen bei ungerader Schrankanzahl
Jedes Teil erfüllt einen konkreten Zweck. Keine Dekoration, keine Spielereien. Nur Funktionalität.
Richtig dimensionieren: So berechnen Sie Ihren BedarfEin Beispiel: Sie betreiben aktuell 50 Standard-Server. Jeder belegt 1 bis 2 Höheneinheiten. Das klingt nach drei Schränken à 42HE. Praktisch benötigen Sie jedoch mehr Platz, denn Sie brauchen Switches (meist 1HE), Patch-Panels (1-2HE pro Schrank) und Kabelmanagement (mindestens 2HE). Realistisch nutzbar sind also 35 bis 38HE pro Schrank.
Das ergibt: 50 Server × 1,5 HE durchschnittlich = 75 HE. Plus 10 HE für Netzwerk-Equipment. Summe: 85 HE. Verteilt auf 35 HE nutzbar pro Schrank = drei Schränke für die aktuelle Ausstattung.
Jetzt kommt Wachstum ins Spiel. IT-Infrastrukturen expandieren typischerweise 20 bis 30 Prozent jährlich. In drei Jahren haben Sie vermutlich 80 bis 100 Server. Planen Sie deshalb von Anfang an 40 Prozent Reserve ein. Das bedeutet: Fünf Schränke statt drei. Die leeren Positionen bleiben zunächst frei oder werden mit Platzhalter-Paneelen verschlossen. Diese Vorausplanung kostet heute wenig, erspart Ihnen aber in zwei Jahren einen kostspieligen und zeitraubenden Umbau. |
Warum professionelle Planung sich auszahlt
Ein schlecht geplantes Rechenzentrum verursacht laufende Kosten: erhöhter Stromverbrauch, verkürzte Hardware-Lebensdauer durch Überhitzung, teure Notfall-Umbauten. Ein gut geplantes Datacenter läuft effizient, wächst mit und zahlt sich durch niedrigere Betriebskosten schnell aus.
Unsere Experten beraten Sie telefonisch unter 05903-9689130 oder persönlich zur optimalen Konfiguration Ihrer Datacenter-Komplettlösung.
Kabelmanagement und Infrastruktur
Professionelle Kabelführung ist unverzichtbar für wartungsfreundliche Rechenzentren. Kombinieren Sie Ihre Datacenter-Lösung mit durchdachtem Kabelmanagement, hochwertigen CAT7 Netzwerkkabeln für 10-Gbit-Übertragung und redundanten USV-Systemen für unterbrechungsfreie Stromversorgung. Erst die Summe aller Komponenten schafft maximale Performance.
Häufig gestellte Fragen zu Datacenter Komplettlösungen
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