Glasfaser Spleißgeräte
Mechanische Steckverbindungen bedeuten Dämpfungsverluste von 0.3-0.5dB pro Verbindung und sind anfällig für Verschmutzung. Spleißgeräte verschmelzen Fasern permanent mit unter 0.05dB Verlust und schaffen wartungsfreie Verbindungen für Jahrzehnte. Für Backbone-Strecken und Außeninstallationen ist das der Profi-Standard. Weiterlesen
Was ist ein Glasfaser Spleißgerät?
Ein Glasfaser Spleißgerät verschmilzt zwei Glasfasern permanent durch kontrolliertes Erhitzen auf etwa 2000°C. Der Fachbegriff lautet Fusion Splicing, im Gegensatz zu mechanischen Spleißen, die Fasern nur präzise aneinanderpressen. Das Ergebnis ist eine homogene Verbindung ohne Luftspalt, die optisch und mechanisch praktisch identisch mit dem ursprünglichen Faserstrang ist.
Die Technik basiert auf einem Lichtbogen zwischen zwei Elektroden, ähnlich einem Mikroschweißgerät. Moderne Spleißautomaten justieren die Fasern vollautomatisch auf Mikrometerebene, reinigen die Faserenden durch kurzes Vorglühen und führen dann den eigentlichen Verschmelzungsprozess durch. Der gesamte Vorgang dauert 10-30 Sekunden pro Faser.
Wann lohnt sich die Investition in ein Spleißgerät?
Diese Investition in ein LWL Spleißgerät rechnet sich in folgenden Situationen:
- Außenstrecken und Tiefbau: In Kabelkanälen und auf Masten sind mechanische Stecker unpraktisch und fehleranfällig. Gespleißte Verbindungen werden in Muffen vergossen und halten allen Witterungseinflüssen stand.
- Backbone-Installationen: Bei 24-, 48- oder 96-faserigen Kabeln summieren sich Dämpfungsverluste mechanischer Verbindungen schnell. Fusion Splicing hält die optische Gesamtstrecke innerhalb spezifizierter Budgets.
- Rechenzentrumserweiterungen: Bestehende Glasfaserstrecken lassen sich durch Spleißen verlängern ohne Platzbedarf für Patchfelder.
- Reparaturen: Beschädigte Außenstrecken oder durchtrennte Inhouse-Kabel reparieren Sie dauerhaft durch Spleißverbindungen.
Für gelegentliche Patchkabel-Konfektionierung und Gebäudeverkabelung mit überschaubaren Faseranzahlen bleiben mechanische Steckverbindungen die wirtschaftlichere Wahl.
Integration in Ihre Netzwerkinfrastruktur
Gespleißte Backbone-Verbindungen bilden das Rückgrat Ihrer Infrastruktur. Für die Primärstrecken setzen Sie typischerweise Glasfaser Singlemode Kabel ein. Diese erreichen Distanzen bis 40km bei 10Gbit/s. Gebäudeinterne Verteilungen realisieren Sie mit Glasfaser Multimode OM3 oder OM4. An den Endpunkten erfolgt die Anbindung aktiver Komponenten oft über CAT7 Netzwerkkabel. Professionelles Kabelmanagement und die Nutzung von Spleißboxen schützten die empfindlichen Spleißstellen vor mechanischer Belastung.
Expertentipp: So vermeiden Sie die 3 häufigsten Fehler
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