Glasfaser Messgeräte
Unsichtbare Signalverluste durch Verschmutzung oder Faserschäden verursachen sporadische Netzwerkausfälle, die schwer zu lokalisieren sind. Glasfaser-Messgeräte identifizieren Probleme sofort nach der Installation statt erst beim späteren Betrieb. Das spart kostspieliges Troubleshooting. Weiterlesen
Was sind Glasfaser Messgeräte?
Glasfaser Messgeräte prüfen die Durchgängigkeit und Qualität von Lichtwellenleiter-Verbindungen. Im Gegensatz zu Kupferkabeln, wo einfache Durchgangsprüfer ausreichen, benötigen Sie bei Glasfaser optische Testverfahren. Das Grundprinzip: Ein Lasertester sendet Licht einer definierten Wellenlänge in die Faser. Am anderen Ende messen Sie Intensität oder prüfen visuell die Lichtaustrittsstelle.
Die Geräte unterscheiden sich grundlegend von professionellen OTDR-Messgeräten (Optical Time Domain Reflectometer), die mehrere tausend Euro kosten und komplette Streckenanalysen mit Fehlerortung auf den Meter genau durchführen. Lasertester für den Installationsalltag kosten 150-300€ und beantworten die wichtigste Frage: Funktioniert diese Verbindung oder nicht?
Diese Messgeräte gehören zur Grundausstattung
Lasertester mit 2.50mm Ferrule und 3km Reichweite decken den Großteil aller Gebäudeinstallationen ab. Die 2.50mm Ferrule passt zu SC-, ST- und FC-Steckern - den Standards in Unternehmensverkabelungen. Mit 3km Reichweite testen Sie problemlos Etagen-Verkabelungen, Campus-Verbindungen und mittlere Streckenlängen. Die Funktionsweise ist simpel:
- Schrauben Sie den Tester auf die Faserverbindung
- Aktivieren Sie den Laser und prüfen Sie am gegenüberliegenden Ende mit bloßem Auge oder einem Leistungsmesser, ob Licht austritt.
- Ein roter Laserstrahl (meist 650nm Wellenlänge) ist gut sichtbar. Auch durch verschmutzte Steckverbindungen hindurch erkennen Sie einen roten Schimmer.
Lasertester mit 5km Reichweite sind die richtige Wahl für längere Außenstrecken, Tiefbau-Verbindungen oder Carrier-Installationen. Die erhöhte Leistung überstrahlt auch höhere Dämpfungsverluste in langen Strecken.
Kombination mit Systemkomponenten
Messgeräte validieren Ihre Installationsarbeit mit Glasfaser Singlemode oder Glasfaser Multimode Kabeln. Je nach Fasertyp nutzen Sie unterschiedliche Wellenlängen: Multimode typisch bei 850nm oder 1300nm, Singlemode bei 1310nm oder 1550nm. Einfache Lasertester arbeiten meist mit sichtbarem rotem Licht (650nm), das für Basistests ausreicht. In gemischten Infrastrukturen mit CAT7 Netzwerkkabel Kupferstrecken benötigen Sie zusätzlich klassische Kabeltester. Dokumentieren Sie Messergebnisse und Kabelwege mit Beschriftungssystemen.
Expertentipp: So interpretieren Sie Messergebnisse richtigEin sichtbarer roter Punkt am Faserausgang bedeutet nicht automatisch "alles perfekt". Profis achten auf diese Details: Ein gleichmäßig heller, kreisrunder Lichtfleck signalisiert gute Qualität. Ein matter, diffuser Lichtschein deutet auf Verschmutzung oder Mikrobiegungen hin. Mehrere Lichtpunkte oder Streulicht bedeuten Faserbruch, das Licht tritt an der Bruchstelle aus.
Vorsicht: Schauen Sie NIEMALS direkt in eine aktive Glasfaser oder einen eingeschalteten Lasertester. Infrarotlicht (1310nm/1550nm) ist unsichtbar aber kann Netzhautschäden verursachen. Verwenden Sie immer Prüfkarten oder richten Sie die Faser auf eine weiße Fläche. |
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